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TGIF: Trash Goddess in Film

Que(e)re Filme und cineastisches Entertainment präsentiert von Gaby Tupper

TGIF: Trash Goddess In Film

Irgendwann in den 90ern sah Gaby Tupper den Film Elvira-Mistress of the Dark und die Idee, schräge, trashige Filme zu zeigen, sich Talk-Gäste einzuladen und ein paar Show-Nummern zu machen lies sie nie so richtig los. Im September 2012 wurde aus dieser Idee ein Konzept und aus diesem Konzept Deutschland einzige monatliche Drag-Talk-Film-Reihe: TGIF – Trash Goddess in Film.

In 5 Jahren hat das Team rund um Showgirl, Diva und Cineastin Gaby Tupper 49 Hauptfilme und über 50 Kurzfilme – Perlen des Trash, wichtige Tunten-Filme oder einfach nur schräges Entertainment – in Kooperation mit queeren FilmemacherInnen*, Filmfestivals und Filmverleihen auf die Großleinwand gebracht, drunter einige Weltpremieren.
An die 100 Talk- und Showgäste haben auf Berlins wohl unbequemsten Talk-Sofa Platz genommen oder zum cineastischen Entertainment performt und es wurden mehrere Hunderte von Euros an gemeinnützige Projekte gespendet. Und immer gab und gibt es gratis Popcorn für das richtige Kino-Feeling.

Filmemacher wie Michael Brynntrup, Kai Stänicke oder Lothar Lambert, Schauspieler wie Pierre Sanoussi-Bliss, Matthias Freihoff und Judy Winter und queere Szene-Größen wie Zazie de Paris, Gérôme Castell oder Gabi Decker waren schon auf dem Talk-Sofa zu Gast. Mit dem PornFilmFestival Berlin, der Edition Salzgeber, Pro-Fun Media und MissingFilms gab es schon Kooperationen, David Riva (Enkel von Marlene Dietrich), Rosa von Praunheim, Jörn Hartmann und viele andere Filmemacher haben schon die TGIF unterstützt.
Bisher konnten Spenden von gesamt fast 700 € unter anderem an den Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz, an die Gabi-Decker-Stiftung, Efeu e. V. und den Teddy Award überwiesen werden.

TGIF soll auch ein Forum sein, wo sich Cineasten und Filmschaffende jenseits von Festivals an jedem 1. Freitag im Monat begegnen können. Das E-Mail-Postfach tgif@aha-berlin.de freut sich auf Anmeldungen von darstellungswilligen Filmschaffenden, Vorschläge für que(e)r-cineastische Mach- und Meisterwerke oder auch einfach nur ein Feedback!

Zum Weiterlesen:
»Film ist meine Passion«, Interview mit Gaby Tupper, erschienen in der Siegessäule im Mai 2015.

Nächste Termine

Freitag, 1. März 2019 20:00–23:00

TGIF: Trash Goddess in Film

Gaby Tupper präsentiert que(e)re Filme

Perlen des Trash, wichtige Tunten-Filme oder einfach nur schräges Entertainement von DVD auf Großleinwand – que(e)re Filme und cineastisches Entertainment, präsentiert von Gaby Tupper & Cathérine.

Vorfilm

Göttinnen
D 20??, R: Achim Scherf, D: Inge Borg, Gisela Sommer, Steffi Gras, Kaey u.a.

Talk & Show

mit Jens Walker (Mr. Leather Berlin 2018), Tyrone Rontganger (Fetish meets Classic) & Amy Strong

Hauptfilm

Menmaniacs – The Legacy of Leather
D/USA 1995, R: Jochen Hick, Dokumentarfilm, 86 Min., Verleih: Galeria Alaska Production

Menmaniacs – The Legacy of Leather ist ein Dokumentarfilm über den Sog einer sexuellen Welt, über die Menschen, die sich darin bewegen, über ihre Geschichten und über die Orte, an denen sie sich treffen. Es ist auch ein Film über mehrere Männer die sich der Leder- und SM-Szene verschrieben haben. Thomas, ehemals Managementberater, wurde 1987 als Vertreter Hamburgs in Chicago zum ersten ausländischen »International Mr. Leather« gekürt.
Einschlägig bekannt ist er auch als »Tom Of Hamburg«, angelehnt an die legendären Phantasiefiguren von »Tom Of Finland«. Einst ein »Master«-Idol mit der Figur eines Popeye, wurde Thomas Produzent von harten SM-Pornos in Amsterdam. Kurz nach Beendigung der Dreharbeiten im Dezember 1994 ist Thomas im Alter von 36 Jahren an AIDS gestorben. Hans-Gerd ist Maler und lebt seit 10 Jahren in New York, auch er starb im vergangenen Herbst nur 39-jährig. Chicago, Hamburg, Amsterdam, New York und San Franzisco sind nur fünf der jährlichen Stationen eines »Wanderzirkus«. Es ist eine faszinierende Welt in ungewohnten (bisher auch noch nie veröffentlichten) – erotischen – Bildern: Wenn sich in einem alten Ramada-Hotel in Chicago 2000 Ledermänner und -frauen für mehrere Tage zur größten Veranstaltung ihrer Art der Welt treffen, um bei einer aufwendigen Bühnenshow den »Besten« des Jahres zu wählen (mit Bühnenshows, die zum Teil an Musicals erinnern). Oder die legendären SM-Bars und düsteren Strassen an den abgerissenen Docks der West Side von Manhattan, die nächtens wie zur alten Kulisse des Films Cruising auflaufen. Man trifft sich wie in einer großen Familie. Neue Männer kommen hinzu, andere gibt es nicht mehr.
Menmaniacs bemüht oft die Phantasie, doch die Menschen sind real: Thomas hat AIDS, Hans-Gerd ist HIV-positiv. Was Sensationsmagazine als »Tanz auf dem Vulkan« untertiteln würden, wird hier scheinbar zum konsequenten Lebensschritt. Es gibt einen Sex nach AIDS und oft ist der Sex das einzige, was noch übrigbleibt, wenn es kein Zurück in die »normale« Welt mehr gibt. Warum machen sie das? Wie sind sie dazu gekommen? In Menmaniacs wird nicht psychologisiert und es gibt nichts »logisch« zu verstehen: Diese Welt erklärt sich durch die Faszination ihrer Film-Bilder und die bildhaften Erzählungen ihrer Protagonisten. Mal im Hotelzimmer, mal »backstage« vor der Bühnenshow erzählen sie über ihre Erlebnisse, Wunschträume und ihr Getriebensein. Es entsteht die unterhaltsame und intensive Beschreibung des Soges in ein Labyrinth der sexuellen Verwegenheit.

Einlass: 19 Uhr • Beginn: 20 Uhr • Eintritt frei

2019-02-08 15:41 2019-02-08 17:09
Freitag, 5. April 2019 20:00–23:00

TGIF: Trash Goddess in Film

Gaby Tupper präsentiert que(e)re Filme

Einlass: 19 Uhr • Beginn: 20 Uhr • Eintritt frei

2019-02-14 19:09 2019-02-14 19:09
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Seite erstellt: 2012-09-26 22:38
Letzte Änderung: 2019-02-10 08:38